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    Twick.it-Blog

    Twick.it Präsentation auf dem 4. Twittwoch Ruhr

    Sean Kollak

    Viel Buzz um Twick.it

    Am Mittwochabend um 20.15 Uhr ging es endlich los. Im Unperfekthaus in Essen fand der 4. Twittwoch Ruhr statt, zu dem Organisator Stefan Evertz geladen hatte. Insgesamt 36 Teilnehmer drängten sich im Versammlungsraum, um Christoph Müller-Girod über Google Buzz und uns über Twick.it auszuquetschen. Wir sind ganz schön ins Schwitzen gekommen. Allerdings lag das weniger an den kritischen Fragen, sondern an den saunaartigen Konditionen. Aber der Reihe nach.

    Was würde Google tun?

    Christoph Müller-Girod von der CMG Media holte zum großen Web 2.0-Rundumschlag aus. Er hatte alles, was ein echter Nerd braucht: das Aussehen, die Gadgets (Powerpoint-Handy-Bedienung!) und sogar einen toten Baum in Form von Jeff Jarvis gedruckter Selbstbeweihräucherung „Was würde Google tun.“ (Habe ich vor 2 Tagen enttäuscht in die Ecke geschmissen.) Worum geht es bei Social Media nach seiner Ansicht? Um Nischen, Individualität, Vertrauen und Experimentierfreude. Wo habe ich das nur schon gelesen? Ach, ja – bei Jeff.

    Google Buzz – eine Diskussionsplattform?

    Dann durften wir endlich Google Buzz bewundern. Im Unterschied zu Twitter stellt sich laut Christoph die Frage: „Was möchtest du jetzt diskutieren?“ Für ihn ist es ein Tool, um Fragen zu stellen und Diskussionen anzustoßen. Die einzelnen Postings werden durch eingehende Kommentare aktualisiert, und rutschen in der Buzzline nach oben. Dadurch hat Google Buzz mehr Forum-Charakter als Twitter. Für alle Twitter-Nutzer (und davon waren einige im Raum) ist es aber auch besonders nervig. Zum Schluss wurde auch noch Kritik an Google Buzz geübt, insbesondere über den mangelnden Datenschutz, Informations-Spam durch Cross-Postings und Redundanz durch vorhandene Social Networks wie Twitter und Facebook.

    Fazit: Daten sind das neue Öl

    Christoph Müller-Girod ist eine faszinierende Persönlichkeit und ein echter Informations-Junkie. Er hat die erste deutsche Google Buzz Fangruppe bei Facebook eröffnet und ist laut eigenen Aussagen, der Buzzer mit den viertmeisten Readern in Deutschland. Auch sein Background ist beeindruckend: Unter anderem hat er einen viel beachteten Dacapo-Blog für die Duisburger Philharmoniker eingeführt. Allerdings hatte er beim Twittwoch einen schweren Stand. Wie will man schon einen Twitter-Fan davon überzeugen, zu Google Buzz zu wechseln? Für mich war sein wichtigstes Statement des Abends: Daten sind das neue Öl. Ein Zitat des Medien-Futuristen Gerd Leonhard. Und damit wären wir auch bei Twick.it.

    Reichen 140 Zeichen, um einen Begriff zu erklären?

    Twitter ist bekanntlich ein Nachrichtendienst, der sich auf 140 Zeichen beschränkt. Der Vorteil der Limitierung: Viele Tweets haben einen sehr hohen Informations-Charakter, insbesondere wenn auch Hashtags und Links genutzt werden. Die Idee von Twick.it ist nun, die Schnelligkeit, Usability und Informationspower von Twitter mit der enzyklopädischen Struktur von Wikipedia zu verbinden. Wie das funktionieren kann, zeigte Markus am Beispiel des Twittwoch-Eintrags.

    Leider etwas verwackelt – Wir warten auf einen besseren und vollständigen Mitschnitt

    Der Jörg Kachelmann des Web 2.0

    Ich will jetzt nicht den ganzen Vortrag von Markus wiederholen, den hast du dir im Video sicher längst angesehen. Die wichtigsten Punkte waren: multiple Erklärungen statt Edit War, demokratisches Bewertungssystem, semantische Verschlagwortung, Tool-Tip zur Querverlinkung, automatische Verknüpfung verwandter Themen und Qualitätssicherung durch Selbstregulierung. Den ganzen Vortrag habe ich mit dem iPhone aufgenommen, während ich gleichzeitig den Laptop bedient habe. Wackelige Angelegenheit. Das ganze hat den Charme eines Jörg Kachelmann-Berichts im Dogma Stil.

    PS: Twittcoach Stefan Berns will uns noch eine bessere Aufnahme von der Twick.it Präsentation zukommen lassen. Geht online, sobald es uns vorliegt.

    Was ist der Nutzen der Erklärmaschine?

    Den zweiten Teil unserer Twick.it Präsentation habe ich übernommen. Anhand des Beispiels des Yellowstone-Blogs von Nando Stöcklin habe ich vorgeführt, wie der Tool-Tip auf externen Websites eingesetzt werden kann. Außerdem bin ich auf dem Thema OnlineReputation rumgeritten. Mir war wichtig, klar zu machen, dass die Wissensbausteine, die in der Erklärmaschine gesammelt werden, auf vielfältige Art genutzt werden können. Zum Beispiel als Mashup mit Flickr oder YouTube. Wir haben da auch noch ein paar Ideen in der Pipeline, die wir in den nächsten Wochen raushauen werden.

    Zum Schluss noch ein Lob an das Publikum. In bester 2.0 Manier haben sich die versammelten Twitterati und SEO nicht mit einem langweiligen Monolog abspeisen lassen, sondern kritische Zwischenfragen gestellt. Insgesamt haben wir am 4. Twittwoch Ruhr sehr viel positives Feedback erhalten und wichtige neue Kontakte geknüpft.


    Schlagwörter:Google Buzz, Twittwoch, twruhr, Vortrag

    Erstellt am 26.02.2010 | Comments (3)

    3 Kommentare


    Kommentar
    Eike

    Hey Sean,
    schön, dass ihr das Video schon drin habt! Werde es wohl dann auch noch als update auf http://www.marketing-maniac.com einbinden.

    Gruß, Eike

    28. Februar 2010
     

    Kommentar
    Youser

    Ich bitte darum :-)

    28. Februar 2010
     

    Kommentar
    Textsektor

    Vielen Dank fürs Video und großes Lob – ihr habt einen tollen, souveränen Vortrag gehalten, eure Sache absolut glaubwürdig verkauft. Chapeau!

    1. März 2010
     

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