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    Twick.it-Blog

    Wie Wikipedia und Twick.it das Semantik-Problem lösen

    Sean Kollak

    „In einem faktenbezogenen Wiki ist das Semantik-Problem nicht so hart“

    Im Artikel Das Semantic Web ist ein Traum spricht Peter Kruse von dem grundsätzlichen Problem des Internets: Informationen werden aus dem Kontext gerissen und können kaum verstanden werden. In diesem Video-Interview erklärt er, wie in einem Wiki das Semantik-Problem entschärft werden kann – nämlich durch einen Fokus auf Fakten, ein überschaubares redaktionelles Netzwerk und Einigung auf grundlegende Qualitätskriterien. Erfolgreiche Kollaboration im Web 2.0 beruht demnach auf gemeinschaftlichen Werten und das Teilen einer gemeinschaftlichen Bedeutungswelt.

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    Nicht umsonst lautet der Leitspruch von Peter Kruses Unternehmensberatung „A matter of fact in a world of values”. Sein Anspruch ist es, durch die qualitative Auswertung von Fakten bedeutungsvolle Muster zu erkennen, die sich in unterschiedlichen Systemen und Konstellationen bilden. Diese Herangehensweise lässt sich auch auf das Web 2.0 und die sozialen Medien anwenden. Das hat nichts mit Mystifizierung zu tun, wie ihm von FAZ-Redakteur Edo Reents vorgeworfen wurde. Im Gegenteil. Im Gespräch mit Twick.it hat Peter Kruse mehrmals betont: „Alles, was ich mache, ist Daten auswerten und Muster erkennen.“ Ein wenig erinnert mich dieser Ansatz an die tiefenpsychologischen Interviews, die ein guter Freund von mir jahrelang für das Marktforschungsinstitut Rheingold durchgeführt hat. Qualitative Auswertung und Verdichtung: Ich finde diesen Ansatz auf jeden Fall sinnvoll. Weiterlesen>>


    Schlagwörter:Peter Kruse, Semantic Web, Semantik, Web 3.0, Wiki, Wikipedia

    Erstellt am 30.08.2010 | Comments (0)

    Twick.it zu Besuch bei Peter Kruse

    Sean Kollak

    Das Henne-Ei-Problem einer Mitmach-Enzyklopädie

    Als frischgebackene Web 2.0-Enzyklopädie hat Twick.it ein scheinbar unlösbares Problem: Neue Nutzer (Hennen) suchen nach Erklärungen (Eier), aber wenn sie keine Eier finden, laufen die Hennen davon. Wie können wir also die produktiven Hennen bei der Stange halten, während wir mühsam ein Ei nach dem anderen ins Twick.it Nestchen legen? Um dieses Rätsel zu lösen, sind wir nach Bremen gefahren und haben den Unternehmensberater und Web 2.0-Experten Peter Kruse besucht. In den Video-Interviews erklärt Peter Kruse den Unterschied zwischen Wikipedia und Twick.it, warum das Prinzip der Erklärmaschine für Unternehmen interessant sein könnte und was Autogenes Training damit zu tun hat. Viel Spaß.

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    Alltagsnutzen statt Wahrheit

    Während bei Wikipedia objektive Maßstäbe und qualitative Richtlinien (die brühmt-berüchtigten Relevanzkriterien) angewandt werden, steht bei Twick.it der Alltagsnutzen im Fokus. Bei uns entscheiden nicht die Administratoren, sondern die Community, was nützlich ist und was nicht. Während bei der Wikipedia also der traditionelle Experte, der Wissenschaftler, gefragt ist, kommt bei Twick.it auch der Alltagsexperte zu Wort. Jeder erklärt genau das, was er weiß – sein Hobby, Fachbegriffe aus seiner Branche oder die Lieblingsplätze in seiner Stadt. Peter Kruse hat diesen zentralen Unterschied zwischen Wikipedia und Twick.it sehr treffend formuliert: „Ihr müsst nicht wahr sein, ihr müsst nützlich sein.“ Weiterlesen>>


    Schlagwörter:Alltagsexperten, Alltagsnutzen, Peter Kruse, Relevanz, Web 2.0, Wikipedia

    Erstellt am 22.07.2010 | Comments (6)

    5 Fragen an Achim Raschka

    Sean Kollak

    Hallo Achim,

    du bist schon lange bei der Wikipedia aktiv und als Hauptautor für sehr viele „exzellente“ Artikel verantwortlich. Vor kurzem wurde dein Artikel über die Vulva von der Wikipedia-Community ausgezeichnet. Trotzdem gab es eine große Debatte als er zum Artikel des Tages und somit auf der Hauptseite der deutschen Wikipedia abgebildet wurde. Was ist deiner Meinung nach die Aufgabe einer modernen Enzyklopädie?

    Die Enzyklopädie soll für den Menschen ein Wissensspeicher sein, auf den er zugreifen kann und der ihm zu jedem Thema eine hinreichende Antwort auf seine Fragen gibt. Sie soll Dinge erklären und auch darstellen – zugleich jedoch unterhaltsam sein und zum Schmökern einladen.

    Im Fall der Vulva bedeutet dies für mich, dass die Enzyklopädie einen sachlichen und korrekten Artikel bereithalten sollte, der den Leser sowohl über die Anatomie, über die Physiologie und die medizinischen Aspekte aufklärt sowie jedoch auch die kulturellen Aspekte aufgreift. Insbesondere Themen wie diese, unsere „pfui-Themen“, werden in der Wikipedia jedoch eher selten kompetent aufgearbeitet – die Regel sind eher überbebilderte und schlecht strukturierte Artikel, die einige Aspekte aufgreifen, andere jedoch nicht mal erwähnen. Wie ein solcher Artikel dann aussieht zeigt „Penis des Menschen“ recht deutlich. Abseits dessen: die Debatte bezog sich weniger auf den Artikel als vielmehr darauf, dass wir ein Bild einer Vulva in den Teaser gestellt haben, die einige Leute offensichtlich verstört hat – persönlich habe ich allerdings eher Zuspruch bekommen, nur dass die Leute, die die Auswahl gut fanden sich eben nicht oder nur selten öffentlich geäußert haben.

    Wie du weist, wurde für den Wikipedia-Eintrag über Twick.it ein Löschantrag gestellt. Begründung: „neues Projekt, zu unbekannt“. In einer Zeit, in der jeder Nutzer ein Millionenpublikum ansprechen kann: Wer entscheidet, was relevant genug für die Wikipedia ist? Und wie? Weiterlesen>>


    Schlagwörter:Achim Raschka, Community, Relevanz, Wikipedia

    Erstellt am 28.06.2010 | Comments (1)

    wikiHow – Ein Wiki für Anleitungen und Tipps

    Sean Kollak

    wikiHow – Das Anleitungswiki

    Ob Pluspedia, Wikwik.it oder wBook: Bei Twick.it stellen wir gerne neue Wiki-Projekte vor und nehmen auch bei Kritik kein Blatt vor den Mund. Letzte Woche haben wir dank Achim Raschka wikiHow entdeckt – ein Wiki für Anleitungen aller Art. Mein erster Eindruck ist sehr positiv – trotz penetranter auch wegen der wegklickbaren Google-Werbung.

    So sieht eine Anleitung bei wikiHow ausTipps fürs tägliche Leben

    Bei wikiHow geht es um Tipps, Hilfestellungen und Anleitungen, die im alltäglichen Leben nützlich sind. Bestes Beispiel: „Wie man einen Twick schreibt“ vom Wikipedianer und Twick.it-Nutzer Achim Raschka. Jeder kann bei wikiHow mitmachen und eigene Anleitungen schreiben oder die bestehenden bearbeiten und so sein Wissen mit anderen teilen. Wie gehabt müssen sich alle Autoren auf eine Version einigen. Zu jeder Anleitung gibt es folglich Diskussionsseite und Versionsansicht. Bei zunehmendem Erfolg steht also einem weiteren Edit War nichts im Wege ;-)

    Kommerz vs. Kenntnis

    Wie bei Wikipedia und Twick.it stehen alle Inhalte unter einer freien Lizenz. Der Fokus liegt klar auf der Verbreitung und Zugänglichkeit von freiem Wissen. Der Claim lautet entsprechend: "Hier steht wie's geht." Das verantwortliche Unternehmen wikiHow Inc verfolgt jedoch auch kommerzielle Interessen. Es finanziert sich über Textwerbung. Im Klartext: Im Anleitungs-Wiki wird auf jeder Seite Text-Werbung eingeblendet. Das ist nicht schön, aber ehrlich gesagt auch nicht störend. Da ich mich auf die Inhalte fokussiere, blende ich persönlich Google Adsense vollkommen aus.

    Nachtrag: Die Werbung kann mit einem Klick ausgeblendet werden. Das Feld dazu befindet sich direkt unterhalb der Werbeeinblendungen. Sehr anwenderfreundlich.
    Weiterlesen>>


    Schlagwörter:Web 2.0, Werbung, wikiHow, Wikipedia

    Erstellt am 10.05.2010 | Comments (4)

    Wikipedia und das Web 2.0 Prinzip

    Sean Kollak

    Wikipedianer Jakob Voß hat in einem Blog-Eintrag vor kurzem fundamentale Kritik an Twick.it geübt. Sein Vorwurf lautet: „Naja so richtig verstanden hat Twick.it das Web 2.0 Prinzip aber auch nicht: Die Nutzer sind leider bisher weniger gleichberechtigte Partner sondern in erster Linie Datenlieferanten und die Möglichkeiten zur Community-Bildung sind beschränkt.“ Autsch. Das saß.

    Also habe ich folgendes geantwortet:

    1. Das Ziel war nicht ein neues Mini-Wikipedia aufzubauen, sondern etwas Eigenständiges.
    2. Twick.it-Nutzer sind keine Datenlieferanten, sondern Sinnstifter! (Semantik-Web)
    3. Die Plattform schränkt die Nutzer stark ein. Ja. Das hat zwei Gründe: Erstens sollte die Erklärung im Fokus stehen, nicht die Diskussion. Zweitens ist die technische Beschränkung für die Usability von Twick.it essentiell wichtig.
      Ziel war es, eine Enzyklopädie zu schaffen, die so einfach ist, dass wirklich JEDER damit klar kommt. Und die – wenn möglich – OHNE ausufernde Relevanzkriterien und OHNE Administratoren auskommt. Womit wir wieder beim ersten Punkt angekommen wären. Twick.it will kein Wikipedia sein!

    Denkfehler: Wikipedia = Web 2.0

    Ich glaube, der Erfolg von Wikipedia hat dazu geführt, dass viele Wikipedianer Web 2.0 mit dem Wiki-Prinzip gleichsetzen. Das ist aber nicht so. Noch viel erfolgreicher sind nämlich Mitmach-Netzwerke wie Facebook, MySpace oder StudiVZ und Mitteilungs-Plattformen wie YouTube, WordPress, FlickR oder Twitter. Immer geht es um Kommunikation. Es geht um Menschen, die sich mitteilen oder Daten teilen. Weiterlesen>>


    Schlagwörter:Community, Enzyklopädie, Web 2.0, Wikipedia

    Erstellt am 06.05.2010 | Comments (1)

    Twick.it bleibt in der Wikipedia

    Sean Kollak

    Danke für eure Unterstützung!

    Ihr habt es geschafft! Dank eurer Unterstützung bleibt Twick.it in der Wikipedia. Aber das ist noch nicht alles: Dank unserer Nutzerin Textsektor wurde der Wikipedia-Artikel über Twick.it deutlich verbessert. Außerdem haben wir viel positives Feedback erhalten – sowohl von Twick.it Fans als auch von gestandenen Wikipedianern. DANKE.

    Alle positiven und negativen Kommentare zu Twick.it habe ich im letzten Artikel festgehalten. Dazu kann sich jeder selbst eine Meinung bilden. Ich finde jedoch die Begründung, warum der Artikel über Twick.it nicht gelöscht wurde, sehr bemerkenswert:

    „Begründung: Im Gegensatz zur WP-„Konkurrenz“ à la Wikibay oder Wikiweise handelt es sich um ein Nischenprojekt, dessen Konzept, egal ob man es nun mag oder nicht, eine gewisse Originalität aufweist. Daher könnte Punkt vier der Wikipedia Relevanzkriterien für Websites greifen.“ Unter Punkt Vier der Relevanzkriterien für Websites steht geschrieben: „Eine Website ist in der Regel relevant, wenn sie Pionier eines später relevanten Genres von Websites war“.

    Pioniere eines neuen Genres?

    Ich denke, wir können schon ein wenig stolz auf uns sein. Erstens wird Twick.it in einem Atemzug mit anderen Enzyklopädien wie Wikiweise und WikiBay genannt, zweitens als originell bezeichnet und dritten sogar Pionierleistungen für die Entwicklung eines ganzen Genres unterstellt. Das nehmen wir als Ansporn, mit Vollgas weiterzumachen! In den nächsten Wochen haben wir ein paar Überraschungen für euch parat. Weiterlesen>>


    Schlagwörter:Nutzer, Relevanz, Wikipedia

    Erstellt am 28.03.2010 | Comments (8)
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