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	<title>Twick.it-Blog &#187; Twitter</title>
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	<description>Twick.it-Blog</description>
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		<title>Die Twick.it-Geschichte</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Jul 2009 19:37:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sean Kollak</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offizielles]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Historie]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Möller]]></category>
		<category><![CDATA[Sean Kollak]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Wikipedia]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie über jede neue Errungenschaft, von der Menschen profitieren, wird es bald auch über Twick.it zahlreiche Legenden geben. Wir (Markus Möller und Sean Kollak) haben natürlich nichts dagegen als Helden der Menschheit gefeiert und verehrt zu werden. Aber in Wahrheit ist die Geschichte der Web 2.0-Erklärmaschine, die von uns erfunden wurde, schnell erzählt. Kollegen mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie über jede neue Errungenschaft, von der Menschen profitieren, wird es bald </strong><strong>auch </strong><strong>über Twick.it zahlreiche Legenden geben. Wir (Markus Möller und Sean Kollak) haben natürlich nichts dagegen als Helden der Menschheit gefeiert und verehrt zu werden. Aber in Wahrheit ist die Geschichte der Web 2.0-Erklärmaschine, die von uns erfunden wurde, schnell erzählt.</strong></p>
<h3>Kollegen mit gemeinsamen Interessen</h3>
<p>Markus und ich haben uns als Kollegen in einer Werbeagentur kennengelernt. Uns verbindet das Interesse an Web 2.0-Anwendungen wie Twitter, Wikipedia und Facebook. Als Programmierer beschäftigt sich Markus darüber hinaus mit Konfiguratoren, Content Management Systemen und anderen webbasierten Anwendungen. Meine Interessen liegen als Texter, PR-Mitarbeiter und SEO eher im kreativen und konzeptionellen Bereich. Von Anfang an waren wir beide von den Möglichkeiten des <a href='http://twick.it/de/Web-20' target='_self' title='Bezeichnung für das interaktive Web. Benutzer erstellen, bearbeiten, kommentieren und verteilen Inhalte selbst.' class='wp_twickit_link'>Web 2.0</a> fasziniert: die Tatsache, dass jeder Mensch <a href='http://twick.it/de/Wissen' target='_self' title='Das, was Menschen allgemein hin als wahre Tatsache annehmen. Wird durch Erfahrung, lernen und Kreativität erworben.' class='wp_twickit_link'>Wissen</a>, die wichtigste Ressource unserer Zeit, bloggen und bookmarken, verbreiten und verteilen kann.</p>
<h3>Von Wikipedia enttäuscht, von Twitter begeistert</h3>
<p>Nachdem wir uns aus beruflichen Gründen näher mit den Redaktions-Oberfläche von <a href='http://twick.it/de/Wikipedia' target='_self' title='Web 2.0-Projekt zum Aufbau einer Enzyklopädie aus freien Inhalten in allen Sprachen der Welt. Jeder kann mit seinem Wissen beitragen.' class='wp_twickit_link'>Wikipedia</a> beschäftigt hatten, waren wir sehr enttäuscht von der schwierigen Bedienung und dem scheinbar unvermeidlichen Editor War. Für ein Mitmach-Projekt sind die technischen und redaktionellen Hürden unserer Meinung nach zu hoch. Warum darf man bei Wikipedia zum Beispiel keinen Blog als relevante Quelle angeben? Das ist doch unzeitgemäß.</p>
<p>Hey, was für eine Freude, als wir das Bloggen und <a href='http://twick.it/de/Twitter' target='_self' title='Microblogging-Dienst, bei dem User Texte in max. 140 Zeichen verfassen können. Durch sog. Folgen werden Nachrichten von Usern aboniert.' class='wp_twickit_link'>Twitter</a> für uns entdeckten! Das war einfach, schnell und SEO-freundlich! Also versuchten wir (ohne allzu großen Erfolg) unsere Kollegen in der Werbeagentur von diesen neuen Medien zu begeistern. Immerhin durften wir einen Corporate Blog für die Werbeagentur einrichten und uns näher mit der Blog-Software <a href='http://twick.it/de/WordPress' target='_self' title='Kostenlose Open Source Software zur Erstellung und Verwaltung von Blogs. Realisiert mit PHP und MySQL. Plugins erweitern die Funktionalität.' class='wp_twickit_link'>Wordpress</a> und möglichen Twitter-Anwendungen im B2B-Bereich beschäftigen.</p>
<p><span id="more-65"></span></p>
<h3>Auf der Suche nach der Killer-Applikation</h3>
<p>Sehr bald bemerkten wir das Potential von Twitter als einfach zu bedienendes „Wikipedia der Nachrichten“. Sicher, viele Tweets sind Müll, sogar die meisten. Wenn man aber genau überlegt, wem man followed, wird man sehr frühzeitig auf interessante Themen aufmerksam gemacht, die man in den Weiten des Webs selbst nie aufgespürt hätte. Auch das Echtzeit-Monitoring wurde mit Twitter begründet. Wir fragten uns: Wie kann man diese Funktionen optimieren?</p>
<p>Wie gesagt: Wir waren von dem Potential begeistert und suchten eher im Spaß nach einer neuen Killer-Applikation, mit der wir das Internet revolutionieren und ganz nebenbei steinreich, unabhängig und berühmt werden könnten.</p>
<h3>Ideen und Sackgassen</h3>
<p>Das Problem war nur, dass es im Netz von guten Ideen nur so wimmelt. So waren meine ersten Ideen in dieser Richtung Video-Twitter und Kinder-Twitter. Ersteres gab es aber schon (12 seconds) und zweites hat mir Markus schnell ausgeredet. Er selber träumte zu dem Zeitpunkt noch davon, eine Meta-Plattform für alle Social Networks aufzusetzen. D.h. ähnlich wie bei E-Mails ein Format zu schaffen, mit dem man alle Social Networks (egal ob Facebook, Xing, Wer-kennt-wen oder StudiVZ) bedienen könnte. Diese Idee fand ich aber nicht so prickelnd, weil sie aus meiner Sicht nichts Neues dargestellt hätte. Wie so oft im Leben gab ein Zufall den entscheidenden Impuls – durch eine E-Mail von einem weiteren Kollegen namens Frank Schwedes.</p>
<h3>Die Geburtssekunde von Twick.it</h3>
<p>In dieser E-Mail an Markus fragte Frank, ob er Miki kenne? Miki – Mobile Wiki? Ohne genau zu wissen, worum es ging, setze dieses eine Wort eine Kettenreaktion in Markus Hirn in Gang. Wie wäre es, Twitter und Wiki in einem Wort zu vereinen? In einem Werk zu vereinen?! Twi.ki, Twicker, Twick.it! Das Feuerwerk der Synapsen wurde also durch ein simples Wortspiel ausgelöst.</p>
<p>Ein paar Minuten später kam Markus in mein Büro (die praktischerweise nebeneinander liegen) und fragte aufgeregt: „Was hältst du davon, wenn man ein Wikipedia in Twitterformat  machen würde?“ Ich war von der Idee sofort angetan. Und bald ergänzten wir in der Diskussion wichtige Funktionen wie Abstimm-Funktion, Ranking-Faktoren, Semantik-Browser usw.</p>
<h3>Ehre, wem Ehre gebührt</h3>
<p>Die Grundidee für Twick.it wie auch die gesamte Programmierung stammt also von Markus. Das Zusammenspiel der Funktionen und Elemente jedoch entstand im Dialog zwischen uns beiden. Auch die meisten anderen Ideen entstanden so: zum Beispiel der Twick.it Trend-Barometer, Twick.it-Tabu, Twick.it T-Shirt Konfigurator und und und. Der Einfachheit halber sollen alle Twick.it-Offspins, die von uns gemeinsam entwickelt werden, darum das <strong>Copyright © Möller/Kollak</strong> tragen. (Wie wär’s mit Möllak?)</p>
<p><strong>Das hat was von den großen Kreativen unserer Zeit Lennon/McCartney, Jagger/Richards, Page/Brin oder Dick und Doof. Und schließlich wollen wir mit Twick.it auch in diese Liga aufsteigen. Also, helft uns dabei. Habt ihr schon Hybris, Größenwahn und Genie getwickt? Nicht? Dann aber los!</strong></p>
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		<title>Wie 140 Zeichen die Welt verändern</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Jul 2009 20:20:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sean Kollak</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ideen]]></category>
		<category><![CDATA[140 Zeichen]]></category>
		<category><![CDATA[Cem Basman]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Seemann]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie 140 Zeichen die Welt verändern „Die Begrenzung [...] auf das Wesentliche schärft die Sprache. Jedes Wort, jedes Zeichen kann schon zu viel sein. [...] Manchmal sagt auch ein einziges Wort alles. Es sind Skizzen der Befindlichkeit, Momentaufnahmen, Stichwörter. Schlagworte. Und doch sagt es alles aus, was man will. Es gibt wahre Meister darin. &#8230;“ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Wie 140 Zeichen die Welt verändern</h2>
<p style="PADDING-LEFT: 30px">„Die Begrenzung [...] auf das Wesentliche schärft die Sprache. Jedes Wort, jedes Zeichen kann schon zu viel sein. [...] Manchmal sagt auch ein einziges Wort alles. Es sind Skizzen der Befindlichkeit, Momentaufnahmen, Stichwörter. Schlagworte. Und doch sagt es alles aus, was man will. Es gibt wahre Meister darin. &#8230;“</p>
<p>Cem Basman (@cemb) über Twitter, zitiert in <em>Twitter</em>, S. 26</p>
<p style="PADDING-LEFT: 30px">„[...] irgendetwas machen diese 140 Zeichen mit der eigenen Kreativität. Man kann Geschichten damit aufschreiben, Witze erzählen, steile Thesen formulieren und politische Statements in die Runde rufen. Und vieles ist so dicht und so intensiv, dass es zu kleinen poetischen Einheiten wird: Unter dem Druck der 140 Zeichen zu Diamanten gepresste Alltagskohle.“</p>
<p>Michael Seemann (@mspro) über Twitter, zitiert in <em>Twitter</em>, S.35</p>
<h2>In der Kürze liegt die Würze:</h2>
<p>Nach diesem Prinzip zwingt Twick.it Nutzer dazu Beschreibungen sehr prägnant zu formulieren.</p>
<ul>
<li>Bei jedem Wort muss der Twicker überlegen, ob es für die Erklärung des Themas relevant ist. Durch den notorischen Platzmangel hinterfragt man sich selbst, was man unter einem bestimmten Begriff eigentlich versteht und entdeckt staunend, wie diffus Denken und Sprache eigentlich sind.</li>
<li>Unnötige Füllwörter und unlesbare Substantiv-Kombinationen werden vermieden &#8211; andere User wiederum schreiben nur in Substantiven, um die Tag-Cloud zu manipulieren</li>
<li>Erfahrene Twicker versuchen vorauszuahnen, welche Schlagworte am häufigsten mit dem Thema in Verbindung gebracht werden.</li>
<li>Versucht man, einen bereits erfolgreichen Twick zu verbessern, stößt man schnell auf folgendes Problem: Wer entscheidet darüber, welche Begriffe für ein Thema relevant sind?</li>
<li>Die vielleicht zentrale Frage lautet: subjektiv oder objektiv?</li>
<p><strong> </strong></ul>
<h2><span id="more-40"></span>Beispiel Säugling</h2>
<p>Zum Beispiel las ich folgenden Twick über Säugling:<br />
<a title="Zum Twick gehen" href="/twick/Saeugling/derlangemarkus/133 " target="_self">„<strong>Kleinkind bis zur Vollendung des ersten Lebensjahres.</strong>“ </a></p>
<p>Das löste folgende Überlegungen bei mir aus.</p>
<ol>
<li>Woher kommt der Begriff „Säugling“? Wahrscheinlich von „Säugetier“ oder „Saugreflex“. Also sollten in der Beschreibung nicht nur „Menschen“, sondern auch „Tiere“ erwähnt werden – selbst wenn das Wort im täglichen Sprachgebrauch nicht dafür eingesetzt wird.</li>
<li>Das Wort „Kleinkind“ beschreibt laut Wikipedia ein menschliches Kind, welches bereits das 1. Lebensjahr vollendet hat. Der Begriff „Kleinkind“ ist also irreführend.</li>
<li>Zum Thema „Säugling“ erscheint mir der Begriff „Mutter“ sehr relevant. Das sollte in meinem Twick vorkommen.</li>
<li>Außerdem sollten die Verben „stillen“ oder „säugen“ als Schlagworte verwendet werden.</li>
<li>Säugetiere und Menschenkinder werden unterschiedlich lange gesäugt. Da eine konkrete Altersangabe schwer zu treffen ist, wählte ich statt „erstem Lebensjahr“ das Adjektiv „jung“.</li>
</ol>
<p>Aus diesen Überlegungen entstand folgender Twick zum Thema Säugling:</p>
<p><a title="Twick ansehen" href="/twick/Saeugling/Youser/135" target="_self">„<strong>Mensch oder Tier, das noch von einer Mutter gesäugt, gestillt wird. Junges Säugetier</strong>“ </a></p>
<p>Nun muss der nächste Nutzer zwischen diesen beiden Beschreibungen abwägen. Unbewusst fließen dabei Vorüberlegungen der anderen Beschreibungen mit in die eigene Formulierung ein und führen hoffentlich zu einer Verfeinerung.</p>
<p>Der nächste User (eine zweifache Mutter) hat zum Beispiel mit „Säugling“ nur Menschen in Verbindung gebracht und formulierte: „<strong>Mensch im ersten Lebensjahr.</strong>“</p>
<p>Zwei von drei Twicks enthalten jetzt den Begriff „Lebensjahr“, der somit (vorläufig) in der Schlagwort-Wolke angezeigt wird. Aber ist dieser Begriff für die Masse der Twickit-Nutzer wirklich relevanter als „Muttermilch“ oder „Saugreflex“, oder „Baby“ oder „neugeborenes Kind“? Man wird sehen&#8230;</p>
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