Twick.it ist das Original
Als wir mit Twick.it gestartet sind, hatten wir eine Vision: Eine neue Mitmach-Enzyklopädie á là Wikipedia zu schaffen, die so kurz und prägnant ist wie Twitter, so einfach zu bedienen ist wie Twitter und so viel Spaß macht wie Twitter. So sind wir auch auf den Namen gekommen: Twitter + Wikipedia = Twick.it. Natürlich haben wir im Vorfeld gründlich recherchiert, dass es noch keinen vergleichbaren Dienst im Internet gibt. Uns war es wichtig, etwas wirklich Neues zu schaffen – und nicht ein amerikanisches Vorbild zu kopieren. Und so war es auch. Twick.it war die erste Erklärmaschine, die sich dem Verdichtungsprinzip der 140 Zeichen verschrieben hat. Natürlich konnten wir nicht hoffen, mit dieser Idee für immer die einzigen zu bleiben. Seit einigen Monaten beobachten wir mit großem Interesse ein kleines Start-Up aus Berlin namens Wikwik.it. Das möchten wir euch heute gerne vorstellen.
Schlagwörter:140 Zeichen, Enzyklopädie, Twick.it, Wikipedia, Wikwik.it
Wie vermittele ich Wissen in 140 Zeichen?
Egal ob ich Jesus, Flughahn oder den Merkur erklären will: Die meisten Themen sind zu komplex, um alle relevanten Informationen in 140 Zeichen zu quetschen. Ich muss mich bei einem Twick also auf die allernotwendigsten Angaben beschränken. Beim Selektieren frage ich mich darum: Was will ein Leser, der nach einer KURZEN Erklärung für Flughahn sucht, wirklich wissen? Und wie formuliere ich einen Twick, damit er für möglichst viele Leser verständlich ist?
Nicht zu wissenschaftlich
Gestern wollte ich Damenbart twicken und habe erst mal im Web recherchiert. Es war erschreckend. Ich fand einfach keine kurze, allgemeinverständliche Erklärung. Bei Wikipedia finde ich folgenden Einleitungssatz: „Hirsutismus (von lat. hirsutus, „haarig“) bezeichnet ein männliches Verteilungsmuster der Terminalhaare (Langhaare) bei der Frau.“ Statt einer Antwort werde ich mit Fachbegriffen und Fremdwörtern konfrontiert. Da frage ich mich doch: Was hat das mit Damenbart zu tun? Weiterlesen>>
Schlagwörter:140 Zeichen, Verständlichkeit
Wie 140 Zeichen die Welt verändern
„Die Begrenzung [...] auf das Wesentliche schärft die Sprache. Jedes Wort, jedes Zeichen kann schon zu viel sein. [...] Manchmal sagt auch ein einziges Wort alles. Es sind Skizzen der Befindlichkeit, Momentaufnahmen, Stichwörter. Schlagworte. Und doch sagt es alles aus, was man will. Es gibt wahre Meister darin. …“
Cem Basman (@cemb) über Twitter, zitiert in Twitter, S. 26
„[...] irgendetwas machen diese 140 Zeichen mit der eigenen Kreativität. Man kann Geschichten damit aufschreiben, Witze erzählen, steile Thesen formulieren und politische Statements in die Runde rufen. Und vieles ist so dicht und so intensiv, dass es zu kleinen poetischen Einheiten wird: Unter dem Druck der 140 Zeichen zu Diamanten gepresste Alltagskohle.“
Michael Seemann (@mspro) über Twitter, zitiert in Twitter, S.35
In der Kürze liegt die Würze:
Nach diesem Prinzip zwingt Twick.it Nutzer dazu Beschreibungen sehr prägnant zu formulieren.
- Bei jedem Wort muss der Twicker überlegen, ob es für die Erklärung des Themas relevant ist. Durch den notorischen Platzmangel hinterfragt man sich selbst, was man unter einem bestimmten Begriff eigentlich versteht und entdeckt staunend, wie diffus Denken und Sprache eigentlich sind.
- Unnötige Füllwörter und unlesbare Substantiv-Kombinationen werden vermieden – andere User wiederum schreiben nur in Substantiven, um die Tag-Cloud zu manipulieren
- Erfahrene Twicker versuchen vorauszuahnen, welche Schlagworte am häufigsten mit dem Thema in Verbindung gebracht werden.
- Versucht man, einen bereits erfolgreichen Twick zu verbessern, stößt man schnell auf folgendes Problem: Wer entscheidet darüber, welche Begriffe für ein Thema relevant sind?
- Die vielleicht zentrale Frage lautet: subjektiv oder objektiv?
Weiterlesen>>
Schlagwörter:140 Zeichen, Cem Basman, Michael Seemann, Twitter



