Über 4.000 Erklärungen in 4 Wochen
Gut vier Wochen nach Beginn der Beta-Phase kann die Erklärmaschine Twick.it über 4.000 Erklärungen von rund 230 Nutzern vorweisen. Kein schlechter Start für die Mini-Enzyklopädie, bei der jeder mitmachen kann. Jetzt haben die Twick.it-Gründer ein Plug-in programmiert, mit dem die Kurzerklärungen kostenlos in jedem Blog als Tool-Tip dargestellt werden können. Web 2.0 in Reinkultur: Blogger können die Erklärmaschine als Plattform nutzen, um ihre Online-Reputation zu optimieren, während Leser Erklärungen für jeden denkbaren Begriff erhalten – ohne das geöffnete Browserfenster verlassen zu müssen.
Ob zur Verbesserung der Online-Reputation, aus enzyklopädischen Eifer oder reiner Freude am Formulieren: Twick.it bietet Internetnutzern zahlreiche Gründe zum Mitmachen. Anders als bei der kriselnden Mitmach-Enzyklopädie Wikipedia wird der Autor der Erklärung, die maximal 140 Zeichen lang sein darf, genannt. Weitere Unterschiede zur Wikipedia: Der Autor kann auf eine beliebige Website mit weiterführenden Informationen verlinken und die Beiträge können nicht von anderen Nutzern editiert werden. So sollen unnötige Diskussionen vermieden werden. Dafür kann jeder seine eigene Kurzerklärung verfassen, die Twick genannt wird. Die Nutzer stimmen darüber ab, welcher Twick der beste ist und ganz oben im Ranking landet. Durch dieses Bewertungssystem kann Twick.it zu jedem Thema in jeder Sprache eine möglichst gute, allgemeinverständliche Definition ermitteln. Darüber hinaus werden mittels semantischer Algorithmen automatisch Verschlagwortungen erstellt und verwandte Themen gefunden, die das Surfen von einem Wissensbaustein zum nächsten ermöglichen.
Erklärungen von Nutzern für Nutzer
Um die Erklärungen weltweit zugänglich zu machen, kann die Datenbank von Twick.it über eine Programmierschnittstelle von externen Webseiten angezapft werden. Beispielsweise steht ein Tool-Tip Plug-in für die weit verbreitete Blog-Software WordPress zur Verfügung. Damit können Webmaster und Redakteure erklärungsbedürftige Begriffe kennzeichnen. Diese werden automatisch in Links umgewandelt, sobald sie auf Twick.it erklärt werden. Fährt der Leser mit dem Mauszeiger über den Link, erscheint automatisch die zurzeit beste Erklärung als Tool-Tip. Die zweite Funktion ist für wissenshungrige Website-Leser noch interessanter: Wenn man die Alt-Taste gedrückt hält und ein beliebiges Wort mit der Maus markiert, durchsucht das Plug-in automatisch die Twick.it Datenbank. Bei einem Treffer öffnet sich ein Fenster mit der gesuchten Erklärung. So bekommt der Leser genau die Information, nach der er sucht – ohne das momentan geöffnete Browser-Fenster verlassen zu müssen.
Eine Antwort auf alle möglichen Fragen
Der Tool-Tip der Erklärmaschine funktioniert in jeder Sprache, in jedem Browser und in jeder Programmiersprache. Rein theoretisch kann die Maschine für jedes Wort im Web eine von Menschen erstellte und als gut bewertete Definition bereitstellen. Die Auswirkungen werden an folgendem Beispielsatz deutlich: „John Lennon war das Mastermind der Beatles.“ Woher soll der Schreibende wissen, über welchen Bestandteil dieses Satzes Leser weiterführende Infos benötigen. Vielleicht haben sie noch nie etwas von dem Musiker„John Lennon“ gehört. Vielleicht wollen sie spontan wissen, was der Vorname „John“ bedeutet. Vielleicht interessiert sie, welche Musiker noch zu der Musikgruppe „The Beatles“ gehört hat oder sie können mit dem englischen Wort „Mastermind“ nichts anfangen. Mit der Markier-Funktion des Twick.it Tool-Tip müssen sich Autoren um diese Fragen nicht mehr sorgen. Der Leser kann selber entscheiden, was er wissen will.
Fazit: Für Leser, die kurze Erklärungen statt lange wissenschaftliche Beiträge suchen, ist die Erklärmaschine eine interessante Alternative zu Wikipedia, Brockhaus und Co.


