„Wenn zwei Menschen immer dasselbe denken, ist einer von ihnen überflüssig“ (Winston Churchill).
Bei einer Plattform, bei denen Erklärungen in Konkurrenz zueinander treten, ist es nicht verwunderlich, dass auch Sean und ich nicht immer einer Meinung sind. Auch beim Mitbewerber der Micro-Enzyklopädie Wikwikit gehen unsere Meinungen ein wenig auseinander.
Sean hat seine Meinung zu Wikwikit bereits vorgestern kund getan. Ich teile sie nicht in allen Punkten. Ich gebe zu, der Sinn einer Plattform, die Wikipedia-Inhalte halbautomatisch auf maximal 140 Zeichen verkürzt, ist auch mir noch nicht wirklich klar geworden. Verteufeln möchte ich die Idee aber nicht und bin offen, sie mir erklären zu lassen.
Es gibt aber auch Punkte, bei denen Einigkeit zwischen Sean und mir besteht: So denken wir beide, dass sich am Ende nur eine Plattform durchsetzen wird. Welche das sein wird, darüber wird letztlich nur einer richten: Der Nutzer. Wir sind bereit für den Wettkampf und ermutigen die Leser seit eh und je, sich andere Dienste anzusehen. Schade ist es in der Tat, dass Wikwikit dies nicht auch tut und kritische Kommentare blockt oder sogar löscht. Das ist erklärtermaßen nicht unsere Philosophie, aber wenn die beiden Jungs aus Berlin denken, es wäre besser, dann sollen sie es doch ruhig machen. Ob sie sich damit einen Gefallen tun, darf jeder für sich entscheiden. Achtung, es folgt ein weiterer Griff in die Zitatenkiste: "Wer Kritik übel nimmt, hat etwas zu verbergen." (Helmut Schmidt).
Eine Menge Anwälte würde es erfreuen, wenn sie sich Wikwikit im Hinblick auf die von uns geschützte Marke anschauen könnten. Aber dient es dann noch der Sache? Oder nur dem Anwaltshonorar?
Meiner Meinung nach sollten wir eher herausfinden, welche Gemeinsamkeiten zwischen Wikwikit und Twick.it bestehen und diese nutzen. Vielleicht sind das mehr als nur ein auffällig ähnlich klingelnder Name.
Ich bin bereit dafür. Also, Claudio und Jose, ihr wisst, wo ihr mich findet.
Schlagwörter:Enzyklopädie, Wikwik.it
Wikwikit zieht die Notbremse
Seit Monaten warten wir darauf, dass sich bei unserem Wettbewerber, der Mikro-Enzyklopädie mit dem lustigen Namen Wikwikit etwas tut. Und dann das….
[Anmerkung der Chefredaktion: Der folgende Text spiegelt ausschließlich die Meinung von Sean wider. Markus sieht das komplett anders und wird sich zu einem späteren Zeitpunkt dazu selber äußern.]
Alle Mann über Bord!
Offensichtlich haben sich die Jungs von Wikwikit meine Verbesserungsvorschläge sehr zu Herzen genommen. Sie haben alles, aber auch wirklich alles, über Bord geworfen, was nicht niet- und nagelfest war: die Mehrsprachigkeit, das Tagging und die von Twitter abgeguckten Listenfunktionen. (Das meiste davon hat zwar ohnehin nicht funktioniert, aber die Ideen waren zumindest gut.) Wo sie schon mal dabei waren, haben sie ihre eigene Community gleich mit abgeschafft.
Jetzt kann man die Kurzerklärungen nicht mehr editieren, nicht mehr diskutieren und es gibt auch keine Versionsgeschichte. Das Einzige, was zum Start der offenen Betaphase übrig geblieben ist, ist der automatisierte Import von Wikipedia-Einleitungssätzen – und natürlich die Werbung. Damit hat Wikwikit meine ketzerische überspitzte treffende Formulierung, sie seien nur ein „Wikipedia in Kurz“ übererfüllt. Bravo!
Auf dem falschen Weg
Selbsterkenntnis ist der Weg zur Besserung? Fraglich. Im Artikel zur Ankündigung der offenen Beta-Phase bekennen die Enzyklopädisten von Wikwikit auf jeden Fall freimütig, dass sie sich total verzettelt haben. Zitat:
… we took away most of the features of the site. There’s a reason for this.
We’ve been developing Wikwikit for about a year now. After the launch of the closed Beta about 6 months ago we kept developing different features like mad, and lost the focus a bit. [...]
Schlagwörter:Enzyklopädie, Web 2.0, Wikipedia, Wikwik.it
Heute endet der Geo-Thursday. In den vergangenen Wochen haben wir gesehen, was man mit Kurzerklärungen und Geokoordinaten so alles machen kann: Augmented Reality, Handys, die Twicks in der Nähe anzeigen, Erklärungen auf einer Weltkarte oder auch in Google Earth. Zum Abschluss wagen wir einen Blick hinter die Kulissen.
Bei Twick.it basteln wir an mehreren Ecken. So gibt es einige Neuerungen, die ihren Weg noch nicht in den Online-Auftritt geschafft haben. Viele davon werden es auch nie schaffen. Ein Grundsatz ist es, die Erklärmaschine möglichst einfach in der Bedienung zu halten. Und so kommt es, dass nicht alles, was technisch möglich ist, auch umgesetzt wird.
Auch im Bereich Geokodierung haben wir einige Ideen in der Schublade. Zu Gunsten der Übersichtlichkeit ist es wahrscheinlich, dass wir sie aber nie veröffentlichen. Trotzdem möchte ich heute einmal zeigen, was für Hirngespinste es hinter den Kulissen gibt.
Wie immer geht das am besten mit einem Video:
Schlagwörter:Backstage, Geokodierung
„In einem faktenbezogenen Wiki ist das Semantik-Problem nicht so hart“
Im Artikel Das Semantic Web ist ein Traum spricht Peter Kruse von dem grundsätzlichen Problem des Internets: Informationen werden aus dem Kontext gerissen und können kaum verstanden werden. In diesem Video-Interview erklärt er, wie in einem Wiki das Semantik-Problem entschärft werden kann – nämlich durch einen Fokus auf Fakten, ein überschaubares redaktionelles Netzwerk und Einigung auf grundlegende Qualitätskriterien. Erfolgreiche Kollaboration im Web 2.0 beruht demnach auf gemeinschaftlichen Werten und das Teilen einer gemeinschaftlichen Bedeutungswelt.
Nicht umsonst lautet der Leitspruch von Peter Kruses Unternehmensberatung „A matter of fact in a world of values”. Sein Anspruch ist es, durch die qualitative Auswertung von Fakten bedeutungsvolle Muster zu erkennen, die sich in unterschiedlichen Systemen und Konstellationen bilden. Diese Herangehensweise lässt sich auch auf das Web 2.0 und die sozialen Medien anwenden. Das hat nichts mit Mystifizierung zu tun, wie ihm von FAZ-Redakteur Edo Reents vorgeworfen wurde. Im Gegenteil. Im Gespräch mit Twick.it hat Peter Kruse mehrmals betont: „Alles, was ich mache, ist Daten auswerten und Muster erkennen.“ Ein wenig erinnert mich dieser Ansatz an die tiefenpsychologischen Interviews, die ein guter Freund von mir jahrelang für das Marktforschungsinstitut Rheingold durchgeführt hat. Qualitative Auswertung und Verdichtung: Ich finde diesen Ansatz auf jeden Fall sinnvoll. Weiterlesen>>
Schlagwörter:Peter Kruse, Semantic Web, Semantik, Web 3.0, Wiki, Wikipedia
Wow! Jetzt haben wir schon 100 Blog-Artikel geschrieben. Zeit für ein kleines Resümee. Twick.it wäre nämlich nur halb so schön ohne den Beistand einiger helfenden Hände. Dafür sagen wir Danke!
Zunächst einmal vielen Dank an Mirko Kabsch. Ihm haben wir das komplette Design der Twick.it-Seite zu verdanken. Besonders wenn man weiß, mit wie vielen Sprechblasen-Vorschläge wir ihn gequält haben, weiß man seine Arbeit zu schätzen. Danke, Mirko, für die Geduld mit uns und unseren verrückten Design-Ideen.
Das Twick.it-Logo kommt von Tillmann Schmidt. Damit hat Till uns eindrucksvoll bewiesen, dass unsere Idee, ein Logo mit Word und 300 installierten Schriften selbst zaubern zu können, ziemlich dämlich war. Vielen Dank dafür, dass du Twick.it ein so cooles Gesicht gegeben hast.
Ein besonderer Dank gilt auch unserer netten Kollegin, die namentlich nicht genannt werden möchte. Ihrem kaum zu stoppenden InDesign-Enthusiasmus haben wir unsere Visitenkarten zu verdanken. Auch das erste Bild, das jemals in einer Presse-Mitteilung erschien, ist das spontane Werk ihrer Photoshop-Zauberei.
Twick.it wäre womöglich nie gestartet ohne den Beistand von Carsten Kroll-Schlüter. Carsten beantwortete geduldig sowohl unseren naiven als auch kniffiligen Rechtsfragen. Danke für deine Hilfe.
Die Werbemittel (Plakat, Online-Banner, etc.) zum Siegener Erklärwettbewerb im Rahmen des NRW-Tags 2010 sind die Schöpfung von Sandrina Reichel. Wir haben irgendwann aufgehört, unsere Änderungswünsche und Nee-gaaaaanz-anders-bitte-Anmerkungen zu zählen. Danke, Sandrina, dass du durchgehalten hast.
Vielen Dank an alle Blogger, Twitter-User, Journalisten und Weitersager, die helfen, die Erklärmaschine in der Öffentlichkeit bekannt zu machen.
Last but not least: Danke an EUCH! Nur durch die Mithilfe aller steigt der Nutzen von Twick.it! Ihr seid großartig!
Schlagwörter:Danke
Twick.it möchte die Welt erklären. Da ist es doch nur logisch, diese Erklärungen auch auf der Weltkugel anzuzeigen. Genau das ist jetzt möglich. Mit der Verknüpfung von Twick.it mit Google Earth.
Nachdem wir letzte Woche die Kurzerklärungen auf eine Weltkarte gepackt haben, erobern wir nun die dritte Dimension und platzieren Twicks auf dem Globus. Dazu benötigt ihr Google Earth (hier kostenlos herunterladen) und diesen Link:
Twicks mit Geokoordinaten für Google Earth als KML-Datei
Schritt für Schritt:
Sobald Google Earth installiert ist, reicht es mit ein wenig Glück, wenn ihr auf den Link oben klickt. Wenn alles richtig funktioniert, sollte sich Google Earth öffnen und wenige Sekunden später sind die Twicks geladen, auf der Weltkugel untergebracht und anklickbar.
Wenn nicht, dann geht bitte wie folgt vor:
- Google Earth öffnen
- Das Menü "Hinzufügen" öffnen
- Ganz unten "Netzwerk-Link" wählen
- Als Name irgendeine Bezeichnung (z.B. "Twick.it") eingeben
- Bei Link "http://twick.it/interfaces/ar/kml/places.kml" eingeben.
- Auf "OK" klicken
- Nun werden die Twicks geladen. Dies kann einige Sekunden dauern.
Und so sieht’s dann aus:
Schlagwörter:Geokodierung, Google Earth



