Twick.it – Ein abschreckendes Beispiel für Gründer?
So ganz haben wir bis jetzt nicht verstanden, warum wir zur Job- und Existenzgründermesse Jobs Si eingeladen wurden. Twick.it ist ja eher ein abschreckendes Beispiel für alle Gründer: Wir verdienen kein Geld, bezahlen alles aus eigener Tasche und haben keinen Business Plan. Wir haben kein Coaching bekommen und keine Fördergelder. Trotzdem haben wir die Chance natürlich gerne genutzt, die Vision von Twick.it einem größeren kleineren Publikum zu präsentieren. Vielen Dank an die Twick.it-Fans Simon Stücher, Julia Dombrowski und Lars Tubies, die uns vor Ort die Daumen gedrückt haben.

Mit Gründern an einem Tisch
Auf der Bühne standen fast so viele Leute standen wie davor. Irgendwie erinnerte mich das an die Zeit als Keyboarder in der Schülerband The Excess. Und ehrlich gesagt, war ich auch genauso aufgeregt. Um mich rum lauter seriöse Leute: Eva Christina Weber, Hochzeitsplanerin bei Ein Engel für alle Fälle, Thilo Krumm, der die Unternehmensnachfolge in einem Unternehmen für Formenbau übernommen hat und Herr Eichborn von den Formula Student Racing Team S3racing der Universität Siegen. Reihum haben wir alle Fragen von Moderator Dominik Eichbaum von der Siegener Wirtschaftsförderung beantwortet.
Kickern statt klotzen
Bei der anschließenden Präsentation hatten wir diesmal nur kleinere technische Schwierigkeiten. Kurzfristig sendete mein Laptop kein Signal. Und auch mit Vollbild und Bildauflösung hatte ich meine liebe Not. Kein Vergleich also zu der CeBIT-Präsentation. Wir versuchten die Aufmerksamkeit der Messebesucher mit dem WDR-Film auf uns zu lenken. Als dies nicht gelang, bin ich mit dem Mikro in der Hand auf die Azubis losgegangen. Keine Chance. Der Siegerländer ist halt nicht gerade für seine Spontaneität bekannt.
Wie funktioniert Qualitätssicherung?
Schließlich hat sich doch noch ein Zuschauer getraut und gefragt: „Was passiert, wenn jemand Unsinn schreibt?“ Egal wo wir Twick.it vorstellen: Diese Frage wird immer gestellt. Und es ist eine wichtige und berechtigte Frage, zeigt sie doch die grundlegende skeptische Haltung von Menschen gegenüber Informationen, die im Internet veröffentlicht und verbreitet werden. In dem Artikel „Wikipedia für Doofe“ habe ich versucht, eine Antwort zu geben. Kurz zusammengefasst: Positive Verstärkung und Selbstregulierung durch die Community. Dabei bietet das Bewertungssystem von Twick.it einen ersten Aufschluss über die Qualität der jeweiligen Erklärung.
Selbstregulierung und Eigeninteresse
Auch das Prinzip der Selbstregulierung, bei dem jeder Nutzer Missbrauch melden kann, habe ich kurz erklärt. Erstaunlich ist aber, dass die Qualität der über 8.000 Erklärungen insgesamt so gut ist. Selbst erfahrene Wikipedianer haben darüber schon gestaunt. Vermutlich liegt es daran, dass bei der Erklärmaschine nur registrierte Nutzer Erklärungen abgeben dürfen. Da man sich mit dem „eigenen Namen“ und seinem Gravatar-Gesicht gibt es ein hohes Eigeninteresse, eine möglichst gute Definition für das Thema zu finden. Grundsätzlich gilt jedoch bei allen Informationen die Regel: Holzauge, sei wachsam.
Wir sind gespannt, wo wir Twick.it als nächstes vorstellen dürfen. Hast du vielleicht einen Kontakt zu einem Redakteur aus einer Wissenschaftssendung? Wenn ja, würden wir uns über einen Tipp oder eine Empfehlung freuen. Und nein. Oliver Geissen muss echt nicht sein.
Schlagwörter:Presse, Qualitätssicherung, Siegen
[...] Berufserfahrene, Schulabgänger, Studienabsolventen, High Potentials und Existenzgründer. Auch Twick.it, die Siegener Erklärmaschine, war zu einem Talk eingeladen. Persönlich gefreut habe ich mich über die nette Begrüßung am [...]


