Hallo Achim,
du bist schon lange bei der Wikipedia aktiv und als Hauptautor für sehr viele „exzellente“ Artikel verantwortlich. Vor kurzem wurde dein Artikel über die Vulva von der Wikipedia-Community ausgezeichnet. Trotzdem gab es eine große Debatte als er zum Artikel des Tages und somit auf der Hauptseite der deutschen Wikipedia abgebildet wurde. Was ist deiner Meinung nach die Aufgabe einer modernen Enzyklopädie?
Die Enzyklopädie soll für den Menschen ein Wissensspeicher sein, auf den er zugreifen kann und der ihm zu jedem Thema eine hinreichende Antwort auf seine Fragen gibt. Sie soll Dinge erklären und auch darstellen – zugleich jedoch unterhaltsam sein und zum Schmökern einladen.
Im Fall der Vulva bedeutet dies für mich, dass die Enzyklopädie einen sachlichen und korrekten Artikel bereithalten sollte, der den Leser sowohl über die Anatomie, über die Physiologie und die medizinischen Aspekte aufklärt sowie jedoch auch die kulturellen Aspekte aufgreift. Insbesondere Themen wie diese, unsere „pfui-Themen“, werden in der Wikipedia jedoch eher selten kompetent aufgearbeitet – die Regel sind eher überbebilderte und schlecht strukturierte Artikel, die einige Aspekte aufgreifen, andere jedoch nicht mal erwähnen. Wie ein solcher Artikel dann aussieht zeigt „Penis des Menschen“ recht deutlich. Abseits dessen: die Debatte bezog sich weniger auf den Artikel als vielmehr darauf, dass wir ein Bild einer Vulva in den Teaser gestellt haben, die einige Leute offensichtlich verstört hat – persönlich habe ich allerdings eher Zuspruch bekommen, nur dass die Leute, die die Auswahl gut fanden sich eben nicht oder nur selten öffentlich geäußert haben.
Wie du weist, wurde für den Wikipedia-Eintrag über Twick.it ein Löschantrag gestellt. Begründung: „neues Projekt, zu unbekannt“. In einer Zeit, in der jeder Nutzer ein Millionenpublikum ansprechen kann: Wer entscheidet, was relevant genug für die Wikipedia ist? Und wie? Weiterlesen>>
Schlagwörter:Achim Raschka, Community, Relevanz, Wikipedia
Jeder, der genau wie ich ein Fan der Action-Knaller aus den Achtzigern ist, kennt „Top Gun“ und „Terminator“. Das, was beide Filme als Zukunftsmusik zeigten, ist mittlerweile Realität geworden. Und Twick.it ist mittendrin.
Der Terminator schlendert durch die Gegend. Ein rot eingefärbtes Kamerabild zeigt die Sicht der Killermaschine. Das Bild wird mit weiterführende Informationen zum Gesehenen angereichet. Szenenwechsel. Tom Cruise, der coolsten Fliegersau irgendwo im Indischen Ozean, hilft das Helm-Display bei der Freund-Feind-Erkennung. Beide Szenen haben eins gemeinsam: Sie bringen hilfreiche Informationen genau ins Sichtfeld.
Und hier kommt die Erklärmaschine ins Spiel. Nun ist es so, dass es sich nur bei einem verschwindend geringen Teil der Twick.it-User um Kampf-Cyborgs oder Jet-Piloten handelt. Zugegebenermaßen eignen sich Twicks auch nur mäßig für den kämpferischen Einsatz. Dafür bieten sie viele kompakte Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Ortschaften oder Institutionen. Mit der als „Augmented Reality“ bezeichneten Technik bringen wir Twicks genau dort hin. An Ort und Stelle – mitten ins Sichtfeld.
Der Film von CommonCraft zeigt zunächst in einfachen Worten, was Augmented Reality überhaupt ist:
Fasziniert von der Idee, auf dem Handy Twicks über dem gerade gefilmten zu zeigen, habe ich mich hingesetzt, mir die API geschnappt und ein wenig rumgehackt. Das Ergebnis seht ihr hier: Weiterlesen>>
Schlagwörter:AR, Augmented Reality
Wissensmanagement 2.0 – Das Wissen der Community nutzen
Unter dem Titel „Wissensmanagement 2.0“ hat Veit Mathauer von der Social Media Agentur Sympra vor wenigen Tagen einen Vortrag gehalten. Neben solchen bekannten Namen wie Wikipedia und Xing stellte er auch Twick.it vor. Darauf können WIR schon ein bisschen stolz sein, oder?
Was ist Wissensmanagement 2.0?
Der Begriff Wissensmanagement 2.0 ist an Web 2.0 angelehnt. Laut der Slideshare-Präsentation von Veit Mathauer versteht er unter Wissensmanagement 2.0:
- Auslagerung von Unternehmensaufgaben und -strukturen auf die Intelligenz und die Arbeitskraft einer Masse von Freizeitarbeitern im Internet
- Generieren von Inhalten, Lösen von Aufgaben und Problemen, Beteiligung an Forschungs- und Entwicklungsprojekten, Kreieren von Marketingideen – durch anonym und freiwillig agierende Personen
Statt Wissensmanagement ist in diesem Zusammenhang auch oft von Crowdsourcing oder Schwarmintelligenz die Rede. Weiterlesen>>
Schlagwörter:Community, Crowdsourcing, Sympra, Web 2.0, Wissensmanagement
Der Erfinder des WWW Tim Berners-Lee und andere Wissenschaftler wie Clay Shirky sind überzeugt, dass die zunehmende Datenflut nur durch ein Semantic Web nutzbar gemacht werden kann. Semantic Web ist ein Schlagwort für ein Internet, dessen Inhalte bedeutungsvoll sind – und zwar nicht nur für Menschen, sondern auch für Maschinen.
Semantic Web = Web 3.0?
Da sich der Begriff Semantic Web nicht besonders sexy anhört, reden viele lieber vom Web 3.0 Damit wird versinnbildlicht, dass es sich um eine Weiterentwicklung, eine neue Stufe des Internet handelt. Die Journalismus-Studentin Kate Ray hat darüber gerade eine sehenswerte Dokumentation ins Netz gestellt. Darin kommen viele Vordenker des Semantic Web, wie Tim Berners-Lee und Clay Shirky zu Wort. Sehr sehenswert, wie ich finde.
Ziel des Semantic Web
Im Buch „Semantic Web – Wege zur vernetzten Wissensgesellschaft“ schreiben Klaus Tochtermann und Hermann Maurer: „Die grundlegende Idee [des Semantic Web] besteht darin, Inhalte im Web so anzureichern, dass sie nicht nur für Menschen verständlich sind, sondern auch von Maschinen zumindest soweit erfasst werden können, dass Automatisierung auch auf der Ebene der Bedeutung möglich wird.“ Leider ist das nicht so ganz einfach. Weiterlesen>>
Schlagwörter:Ontologien, Semantic Web, Semantik, Semiotik, Web 3.0
Ich hoffe, ihr kennt den Twick.it Tool Tip. Wenn nicht, solltet ihr einmal die ALT-Taste gedrückt halten und ein beliebiges Wort markieren. Ergebnis ist eine Sprechblase mit dem populärsten Twick zum Thema.
Was es genau ist und wie ihr den Tool Tip auf eurer eigenen Seite einbauen könnt haben wir bereits erklärt. Nun hat sich der User Tschuikow daran gemacht, eine Erweiterung für Google Chrome, den Webbrowser von Google, zu programmieren. Die Adresse, unter der Chrome-Nutzer das Plugin installieren können, lautet https://chrome.google.com/extensions/detail/ffnmaomnopfllokbmlahbinpinfndnjj.
Wir finden es toll. Und wenn wir was toll finden, gibt es ein kleines Video von uns als Gegenleistung. Der Film zeigt, was die Extension kann und wie man sie mit wenigen Klicks installiert.
Danke, Tschuikow!
Vielleicht findet sich ja noch jemand, der das für die Browser Firefox, Opera, Safari oder den Internet Explorer umsetzt. Wir würden uns freuen.
Schlagwörter:Extension, Google Chrome, Tool Tip, Tschuikow
Heute war ich bei Campus TV, dem studentischen Fernsehen der Uni Siegen. Timm Jelitschek vom Online-Veranstaltungskalender mirnach.com und ich standen Rede und Antwort im Interview.
Bei gefühlten 40 Grad im Schatten (=Außentemperatur + Scheinwerfer) wurde die Sendung zwischen dem Eukalyptus- und dem Lemongras-Aufguss aufgenommen und live ins Internet und in das Bisto der Uni übertragen. Dort hatten sich viele Stundierende zum Rudelgucken versammelt, um die Nachmittags-Spiele der Fußball-WM zu genießen. Zwischen den beiden Spielen flimmerte dann Campus TV auf der Großleinwand.
Die Aufzeichnung der Sendung gibt es bald im Internet auf den Seiten von Campus TV. Wir werden aber keine Ruhe geben, bevor wir einen Mitschnitt des Interviews in den Händen halten, den wir dann hier veröffentlichen können.
Was es auf der Campus TV-Webseite aber nicht gibt, sind die exklusiven Backstage-Einblicke. Natürlich nur echt mit der Wackelkamera.
Schlagwörter:Campus TV, Fernsehen, mirnach.com, TV, Uni Siegen




