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    Twick.it-Blog

    Von Semantik, gerichteten Graphen und mathematischer Spitzfindigkeit

    Markus Möller

    Semantik beschreibt die Bedeutung von Wörtern und Bedeutungsbeziehungen zwischen Wörtern. Letztendlich ist dies genau das, was die Twick.it-Tagcloud macht. So dürften viele Menschen bei der Beschreibung von „Honig“ das Wort „Biene“ verwenden. Genauso dürfte „weiß“ häufig bei der Beschreibung von „Schnee“ verwendet werden. Dadurch, dass Twick.it die am häufigsten verwendeten Wörter zu einen Thema herausfischt, werden genau die Assoziationen gefunden, die die meisten Menschen bei einem Begriff haben.

    Kleine Graphenkunde

    Mathematisch betrachtet handelt es sich hierbei um einen Graphen. Ein Graph besteht aus Knoten, die mit Kanten verbunden sind. Übersetzt in die Sprache der Semantik stellen die einzelnen Wörter die Knoten dar. Besteht eine Assoziation zwischen zwei Wörtern, werden diese mit einer Kante verbunden.

    Nun stellt sich die Frage, ob es sich bei solchen Netzen um einen gerichteten oder einen ungerichteten Graphen handelt. Kurze Erklärung: Bei einen gerichteten Graphen kann eine Kante nur von einem Knoten zu einem Nachbarn, nicht aber zurück durchlaufen werden. Es handelt sich somit um eine Einbahnstrasse. Der ungerichtete Graph macht keine Aussage darüber, in welcher Richtung die Kanten durchlaufen werden können. Hier sind beide Richtungen möglich.

    Was bedeutet dies nun für Twick.it und die Semantik im Allgemeinen?

    Nehmen wir als Beispiel die Begriffe „schwarz“ und „Erdöl“. Viele Menschen dürften bei der Erklärung von Erdöl das Wort „schwarz“ verwenden. Zweifellos besteht im Graphen eine Verbindung von „Erdöl“ nach „schwarz“. Wie sieht es aber aus der anderen Blickrichtung aus? Nur wenige Personen erklären den Begriff „schwarz“ mit „Erdöl“. Bedeutet das nun, dass es in dieser Richtung keine Verbindung gibt? Hat „Erdöl“ etwas mit „schwarz“ zu tun, „schwarz“ aber nicht mit „Erdöl“?

    Dies führt zur allgemeineren Semantik-Frage: Wenn der Begriff A mit Begriff B in Verbindung steht, steht dann auch B zwangsläufig in direkter Verbindung mit A?

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    Schlagwörter:Fragen, gerichteter Graph, Graphenteorie, Semantik, ungerichteter Graph

    Erstellt am 24.07.2009 | Comments (0)

    Wikipedia für Doofe

    Sean Kollak

    Für jedes Thema die bestmögliche Beschreibung in 140 Zeichen: Das ist laut unserem Konzept das Ziel von Twick.it. Damit möglichst viele Menschen ihren Wissensschatz teilen können, haben wir die technischen Anforderungen zum Erstellen der Twicks (Themen-Beschreibungen) bewusst niedrig gehalten. Jeder, der eine SMS tippen oder eine E-Mail schreiben kann, kann auch einen Twick erstellen. Damit haben wir einen radikal anderen Ansatz als alle bisherigen Enzyklopädien gewählt, die auf eine Handvoll ausgewählter Redakteure setzen, um die Auswahl der Themen und die Qualität der Inhalte zu kontrollieren. Weil Twick.it so einfach zu nutzen ist, kann natürlich auch viel Mist geschrieben und beschrieben werden. Wie wollen wir verhindern, dass Twick.it ein „Wikipedia für Doofe“ wird?

    Positive Verstärkung

    1. Twicks sind User Generated Descriptions, von Menschen erstellte und bewertete Beschreibungen. Darum wird die beste Beschreibung zu einem Thema in Suchmaschinen sehr weit oben gelistet. Unser Ziel ist es, zu einer Vielzahl von Themen ein Top10-Ranking bei Google zu erzielen. Darüber hinaus haben wir diverse Plug-ins programmiert, mit den Nutzer sich in ihrem Browser oder in ihren Blogs Twick.it-Beschreibungen anzeigen lassen können.
      Wenn dein Twick den Zeitgeist trifft, kann deine Beschreibung folglich von der ganzen Welt gelesen werden! So motivieren wir Twick.it-Nutzer dazu, ein Thema möglichst genau, verständlich und populär zu formulieren.
    2. Die Mehrheit der Nutzer profitiert von einer hohen Qualität der Twicks, da diese in weiteren Applikationen genutzt werden können.
    3. Gute Twicks erhalten relevante Schlagwörter, durch die semantische Beziehungen zu ähnlichen Themen geknüpft werden. Ob Michael Jackson, Reime oder Eintagsfliegen: Egal wo deine Interessen liegen; mit Twick.it findest du verwandte Informationen, interessante Websites und vor allem Nutzer, die die gleichen Interessen haben.
    4. Im Gegensatz zu Wikipedia ist es bei Twick.it ausdrücklich erlaubt auf eigene Websites, Blogs, Slideshare-Präsentationen, Xing-Gruppen, YouTube-Videos und Flickr-Alben zu verlinken. Du solltest nur beachten, dass die verlinkte URL auch für das beschriebene Thema relevant ist. So können User Twick.it zu SEO-Zwecken nutzen – und alle profitieren davon.

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    Schlagwörter:Konzept, Qualitätssicherung, Wikipedia

    Erstellt am 20.07.2009 | Comments (1)

    Semantik-Browser

    Sean Kollak

    Neben dem aktiven Erklären und Bewerten können sich Nutzer auch einfach durch die Inhalte der Twick.it-Datenbank treiben lassen. Und zwar mit dem Semantik-Browser. Ob als Tag-Cloud, nach Größe gewichteten Schlagworten oder Wissensbaum: Im Semantik-Browser werden Schlagworte abgebildet, die bei der Erklärung von Themen besonders häufig verwendet werden. Alle wichtigen Begriffe werden netzartig miteinander verknüpft, was dem menschlichen Denken in Assoziationen entspricht. Wie man vom Hölzchen aufs Stöckchen kommt? Auf Twick.it kannst du es live erleben. Aber Vorsicht: Suchtgefahr!

    Der Semantik-Browser beruht auf einem Algorithmus, der überprüft, wie oft Worte in einem bestimmten Themen genutzt werden. Füllwörtern und Satzzeichen werden rausgefiltert, um eine hohe Intensität der Schlagworte zu erzielen. Darüber hinaus werden mehrere Ebenen von Schlagwort-Wolken im Wissensbaum netzartig miteinander verknüpft, ganz ähnlich wie im mentalen Lexikon des menschlichen Gehirns. Um Manipulationen des Semantik-Browsers (zum Beispiel durch Wortwiederholungen) zu vermeiden, werden einige Parameter abgeglichen, die im Folgenden exemplarisch beschrieben werden.

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    Schlagwörter:Assoziationen, Cloud-Surfing, Erklärungen, Schlagworte, Semantik, Tag-Cloud, Wissensbaum

    Erstellt am 10.07.2009 | Comments (3)

    Twick.it Quadrant

    Sean Kollak

    Der Twick.it Quadrant stellt das Verhältnis der Aufrufe eines Themas im Verhältnis zu den abgegebenen Erklärungen zu diesem Thema dar. Durch diese X/Y-Einteilung von Aufrufen zur Häufigkeit entstehen vier Quader, die eine grobe Einteilung der populären Wahrnehmung des Themas ermöglicht: Flop, Special Interest, Trend oder Top.

    Vier Arten von Themen

    • Im Quadranten links unten sind die Flops: Themen nach denen wenig gesucht wird und zu denen es wenige Beschreibungen gibt. Diese Themen sind kaum oder gar nicht von Bedeutung für die Nutzer der Twick.it-Enzyklopädie
    • Rechts oben stehen die Top-Themen: Themen nach denen über einen längeren Zeitraum oft gesucht und die oft beschrieben werden.
    • Links oben sind die Trend-Themen abgebildet: Themen die innerhalb kurzer Zeit viele Aufrufe bei vergleichsweise wenigen Beschreibungen generieren.
    • Rechts unten im Twick.it Quadranten befinden sich die Special Interest-Themen, die nur wenige Aufrufe generieren, die aber über einen längeren Zeitraum eine Handvoll Nutzer zum Abgeben einer Beschreibung motivieren.

    Erste Skizze des Twick.it Quadranten

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    Schlagwörter:Graph, Marken, Marketing, Monitoring, Quadrant, Themen

    Erstellt am 08.07.2009 | Comments (0)

    Die Twick.it-Geschichte

    Sean Kollak

    Wie über jede neue Errungenschaft, von der Menschen profitieren, wird es bald auch über Twick.it zahlreiche Legenden geben. Wir (Markus Möller und Sean Kollak) haben natürlich nichts dagegen als Helden der Menschheit gefeiert und verehrt zu werden. Aber in Wahrheit ist die Geschichte der Web 2.0-Erklärmaschine, die von uns erfunden wurde, schnell erzählt.

    Kollegen mit gemeinsamen Interessen

    Markus und ich haben uns als Kollegen in einer Werbeagentur kennengelernt. Uns verbindet das Interesse an Web 2.0-Anwendungen wie Twitter, Wikipedia und Facebook. Als Programmierer beschäftigt sich Markus darüber hinaus mit Konfiguratoren, Content Management Systemen und anderen webbasierten Anwendungen. Meine Interessen liegen als Texter, PR-Mitarbeiter und SEO eher im kreativen und konzeptionellen Bereich. Von Anfang an waren wir beide von den Möglichkeiten des Web 2.0 fasziniert: die Tatsache, dass jeder Mensch Wissen, die wichtigste Ressource unserer Zeit, bloggen und bookmarken, verbreiten und verteilen kann.

    Von Wikipedia enttäuscht, von Twitter begeistert

    Nachdem wir uns aus beruflichen Gründen näher mit den Redaktions-Oberfläche von Wikipedia beschäftigt hatten, waren wir sehr enttäuscht von der schwierigen Bedienung und dem scheinbar unvermeidlichen Editor War. Für ein Mitmach-Projekt sind die technischen und redaktionellen Hürden unserer Meinung nach zu hoch. Warum darf man bei Wikipedia zum Beispiel keinen Blog als relevante Quelle angeben? Das ist doch unzeitgemäß.

    Hey, was für eine Freude, als wir das Bloggen und Twitter für uns entdeckten! Das war einfach, schnell und SEO-freundlich! Also versuchten wir (ohne allzu großen Erfolg) unsere Kollegen in der Werbeagentur von diesen neuen Medien zu begeistern. Immerhin durften wir einen Corporate Blog für die Werbeagentur einrichten und uns näher mit der Blog-Software Wordpress und möglichen Twitter-Anwendungen im B2B-Bereich beschäftigen.

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    Schlagwörter:Geschichte, Historie, Markus Möller, Sean Kollak, Twitter, Wikipedia

    Erstellt am 07.07.2009 | Comments (1)

    Trend-Barometer

    Sean Kollak

    Eine wichtige Funktion der Twick.it-Enzyklopädie ist das Monitoring der Veränderung von Themen in der populären Wahrnehmung. Vor allem Menschen („Stars“) deren Werdegang in aller Öffentlichkeit diskutiert wird, verändern ihre Bedeutung für die Nutzer. Aber auch der „öffentliche Wert“ von Marken und Unternehmen unterliegt dem Zeitgeist. Durch die kontinuierliche Pflege der Nutzer bietet die Web 2.0-Wissensdatenbank Twick.it eine optimale Möglichkeit, diese Veränderungen zu dokumentieren, wiederzugeben und zu analysieren.

    Bestes Beispiel: Michael Jackson

    Das Leben, Leiden, die Musik und der Tod von Michael Jackson lassen nur wenige Menschen unberührt. Was wäre, wenn es Twick.it schon gegeben hätte als der Kinder-Musiker im Alter von 11 Jahren das erste Mal mit den Jackson Five aufgetreten ist?
    Zweifellos hätten viele Nutzer ihre Beschreibung zu dem Wunderkind abgegeben, der von seinem Vater zum Star geprügelt wurde. Die fünf wichtigsten Schlagworte wären wahrscheinlich gewesen: Jackson Five, Musiker, Wunderkind, Geschwister, Boy Group. Oder so ähnlich. Als Michael Jackson als Solo-Künstler mit seinem Album Thriller Musikgeschichte schrieb, wären die Beschreibungen sicher vollkommen anders, noch subjektiver und enthusiastischer ausgefallen. Schlagworte wie „Genie“ und Moonwalk wären sicher häufiger gefallen.

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    Schlagwörter:Barometer, Monitoring, Semantik, Social Monitoring, Trend, Trend-Barometer, Zeitgeist

    Erstellt am 06.07.2009 | Comments (0)
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